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HOB Lösungen in der Praxis
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Modernste WLAN-Kommunikation am Airport Nürnberg Grenzenlose Kommunikationsfreiheit 2007 wurde der Flughafen Nürnberg zum besten deutschen
Flughafen gewählt und erhielt dafür die begehrte Trophäe
„Business Traveller Award“. Zu den technischen Vorteilen mit
hohem logistischen und Convenience-Wert für alle Nutzer gehört
eine reibungslos funktionierende Kommunikation, die für das
mobile Bodenpersonal und Passagiere seit Anfang 2008 bequem und
reibungslos zur Verfügung steht. Bei dem dafür notwendigen WLAN
setzt der Flughafen Nürnberg auf die neue Mesh-Technologie, die
von dem Connectivity-Spezialisten HOB GmbH & Co. KG in
Zusammenarbeit mit Cisco konzipiert und in Betrieb genommen
wurde. |
![]() Neue Technologie erfolgreich umgesetzt - Airport Nürnberg
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Sie sind allen Flugpassagieren
wohlbekannt: Flughafenmitarbeiter, die auf Elektrowagen leise
durch die Gänge gleiten, Busdienste zum Einsteigen auf
Vorfeldpositionen, „Sky Chefs“ in ihren Transportern auf dem Weg
zur Beladung der Maschinen, Tankwagen direkt an den Flugzeugen.
Dazu fleißige Manager, die ihre letzten eMails vor dem Abflug
checken oder einfach im Internet surfen möchten. Alle haben
eines gemeinsam: Sie haben keine feste Drahtverbindung als
Zugang zu einem Datennetz.Überall sicher in VerbindungUm die Logistikabläufe der eigenen Mitarbeiter und Dienstleister auf dem Flughafen Nürnberg – sei es im Gebäude oder auf dem weitläufigen, 30 Hektar umfassenden Außengelände – zu beschleunigen und damit Zeit sowie Kosten zu sparen, sollte eine leistungsfähige Kommunikationsplattform auf Basis eines IP-Funknetzes geschaffen werden. Im Einzelnen war die Versorgung folgender Dienstleiter zu optimieren:
„Ziel war es, Arbeitsaufträge direkt auf mobile Endgeräte wie Notebooks oder PDAs zu schicken, um in diesen Bereichen die bisherige Funkkommunikation zu ersetzen oder auch lange Wege zur nächsten Station einzusparen“, erklärt Jörg Ziegler, IT-Leiter der Nürnberger Flughafen GmbH. Daneben sollte die geplante Plattform auch allen Passagiere und Besuchern einen komfortablen Internet-Zugang bieten. Im ersten Schritt war die neue Infrastruktur nur für eine reine Datenkommunikation für etwa 100 mobile Endgeräte vorgesehen, zukünftig sind aber auch Echtzeitapplikationen wie Unified Communications und Voice over IP möglich. Der Schlüsselfaktor dafür ist ein nahtloses Roaming, d.h. die zuverlässige und damit unterbrechungsfreie Übergabe der Kommunikation von einer Funkantenne zur nächsten. Herausforderung große Flächen und FunkschattenNun sind WLANs heute grundsätzlich Stand der modernen Technik und bieten komfortable Verbindungen – vorausgesetzt die Funkstrecke ist durchgehend. Gerade das ist aber in großen und hohen Gebäuden mit allerlei Störfaktoren wie Aufgängen, Rolltreppen oder fahrenden Objekten aus Stahl nicht der Fall. Dies gilt umso mehr auf dem Vorfeld, wo parkende oder rollende Flugzeuge von Cityhopper bis zum Jumbojet undurchdringliche Funkschatten werfen. Die Aufgabenstellung bestand also darin, das Vorfeld mit einem hochverfügbaren WLAN auszustatten, in die vorhandene IP-Infrastruktur einzubinden und die wichtigsten Anwendungen Inform und Sky an die neue medienbruchfreie Kommunikation anzupassen. Feine Maschen für perfekten EmpfangNach einer Marktrecherche zu diversen IT-Anbietern und der Durchsicht ihrer Vorschläge beschloss der Airport Nürnberg den Connectivity-Spezialisten HOB GmbH & Co. KG, der das Flughafennetzwerk seit 2001 mit aufgebaut hat und seitdem technisch betreut, mit der Projektplanung und seiner Realisierung zu beauftragen. Grund dafür war der Vorschlag von HOB, für das große Gelände die neue „Wireless Mesh-Technologie“ des Marktführers Cisco Systems einzusetzen. Die Mesh-Technologie („Maschentechnik“) ist vor allem für die schnell realisierbare Funkabdeckung großer Flächen bzw. Gebäuden bei einem minimalen Verkabelungsaufwand geeignet, weil sie im Grunde mit zwei Datenzuleitungen auskommt und durch Sektorantennen dennoch Entfernungen von bis zu drei Kilometern ermöglicht. Die Access Points werden untereinander „vermascht“ und bilden somit mehrere und damit redundante Kommunikationswege, so dass Funkschatten umgangen werden. Die Kommunikation der Access Points untereinander basiert auf dem Funkstandard 802.11a, die Nutzer kommunizieren über den auf Notebooks üblichen 802.11b/g Standard. Durch den Einsatz dieser innovativen Technik konnte HOB gleich
zwei Anforderungen des Kunden erfüllen: Die organisatorische
Herausforderung, den täglichen Flughafenbetrieb mit allen seinen
logistischen Abläufen durch den Aufbau der neuen Infrastruktur
nicht zu beeinträchtigen und gleichzeitig den Aufwand für die
Verkabelung möglichst gering zu halten. |
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Erfolg durch Teamwork
Bis dato war in Deutschland allerdings kein Projekt mit dieser
Technik und in dieser Größenordnung realisiert worden. Daher war
die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Partner besonders
erfolgskritisch: So erforderte das Projekt neben der
Koordination der reinen IT-bezogenen Firmen die Zusammenarbeit
mit mehreren Gewerken, für die unterschiedliche Bereiche
zuständig waren: Z.B. Sicherheitsinstanzen wie die Deutsche
Flugsicherung und das Luftamt Nordbayern, Logistik, Haustechnik
und die Airport-IT. Um alle Beteiligten zentral miteinander
abzustimmen, übernahm Ralf Lang, Projektleiter IT des Airport
Nürnberg, die Projektleitung und Koordination. Seitens Cisco
Systems waren Jens Bussmann und Wolfram Maag gefordert. Die
technische Planung, Realisierung und Inbetriebnahme führten
Harald Baierlein und Ray Borg von HOB GmbH & Co. KG. durch. Die
beiden stellten auch die Schnittstelle zu den Gewerken
Datenverkabelung und Erschließung der Access-Points. |
![]() Ralf Lang - Projektleiter für das Mesh-WLAN Projekt am Airport
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Aufwändige FunkausleuchtungAufgrund der Erfahrungswerte aus bereits von HOB realisierten Projekten und den technischen Daten der Komponenten ermittelten die Connectivity-Spezialisten grob die vorläufigen Standorte der Access-Points. Daran anschließend erfolgte die aufwändige Funkausleuchtung, mit der die HOB-Techniker jeden zunächst geplanten Installationsort für die Cisco Access-Points nachmaßen. Dafür positionierten sie Test-Access-Points an den vorgesehenen Stellen positioniert und verbanden sie mit einem Notebook. Die spezielle WLAN - Ausleuchtungssoftware des Herstellers „ekahau“ misst die genauen Signalstärken und damit Verbindungsqualitäten und stellt sie in einer sog. „Heatmap“ dar. So war genau zu erkennen, welche Einflüsse durchquerende Busse oder Flugzeuge auf die Funkstrecke hatten. Insgesamt dauerte die Funkausleuchtung rund fünf Tage. Auf dieser Basis konnte HOB die 13 Standorte unter der Berücksichtigung der Machbarkeit auswählen und eine Materialstückliste erstellen. Kurze RealisierungsphaseDie Installations- und Konfigurationsarbeiten begannen im
Januar 2008 und mussten zügig durchgeführt werden, um den Ablauf
auf dem Vorfeld nicht zu stören. Insgesamt dauerten sie nur
knapp zwei Monate - angesichts des Betriebes auf dem Vorfeld ein
relativ kurzer Zeitraum. Hier kam dem Projektteam allerdings
auch der milde Winter entgegen, so dass die Installation Mitte
Februar 2008 physikalisch abgeschlossen werden konnte. |
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| „Um dieses ehrgeizige Zeitziel zu erreichen, mussten wir uns mit zahlreichen Gewerken abstimmen und diese letztlich zusammenführen. Dazu zählten statische Freigaben, die Genehmigung durch die Deutsche Flugsicherung, die Energieversorgung, Anfertigung von Halterungen und Montage der Acces-Points an den Lichtmasten in einer Höhe von immerhin elf Metern sowie der Anschluss an die neu geschaffene LWL-Infrastruktur“, erklärt Harald Baierlein von HOB. |
Ray Borg und Harald Baierlein (von links) waren
die Vorreiter bei der Mesh-Technologie Implementierung |
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Integration in IT-Infrastruktur und FeintuningIm nächsten Projektschritt integrierte HOB das Mesh-WLAN in die vorhandene IT-Infrastruktur des Nürnberger Flughafens. Die Konfiguration und Verwaltung der Acces-Points erfolgt über zwei redundant ausgelegte WLAN-Controller (WLC). Das anschließende Feintuning der Access-Points und der
Funkkanäle gewährleistete das zuverlässig funktionierende
Roaming. „Weitere wichtige Aspekte waren die sehr hohen
Security-Anforderungen des Airports. Dazu zählen die sichere
Authentifizierung der Nutzer, die Verfügbarkeit sowie ein
verschlüsselter Zugriff auf die vorhandenen Ressourcen intern
und extern“ berichtet Ray Borg von HOB |
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Airport Nürnberg Trendsetter in der FlughafenkommunikationDer gesamte Airport wird nun mit WLAN versorgt. Die Reduzierung des herkömmlichen Funkverkehrs und der exaktere, schnellere Datenabgleich ohne Medienbrüche und telefonische Nachfragen zwischen dem „Operation Passenger Service“ (OPS) und dem „Ramp Assistent“ (RA) steigert die Logistik-Qualität. Auch Fluggäste und Besucher profitieren von dem hochverfügbaren Access zum Internet. So kann die Wartezeit verkürzt und effektiv genutzt werden, was sicher ein Pluspunkt für die Beliebtheit des Nürnberg Airports bei Geschäftsreisenden ist. „Wir haben mit der Einführung des modernen Mesh-WLANs Mut zur Innovation bewiesen und damit eine Vorreiterrolle unter den deutschen Flughäfen eingenommen. Vor allem durch die Zusammenarbeit mit HOB und das gute Teamwork mit allen anderen Gewerken ist es gelungen, das Projekt in der geforderten kurzen Zeit ohne Störungen des laufenden Betriebs erfolgreich umzusetzen“, erklärt Jörg Ziegler. Heinrich Fau Doris Jessen |
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Last Updated: 20. Feb 09 by webmaster@hob.de