Verschlüsselung der Verbindungsdaten beim Senden und Empfangen von E-Mails
Ein Anwendungsbeispiel für HOBLink Secure ist die
Verschlüsselung der Daten beim Senden und Empfangen von E-Mails über das
Internet.

Beispielsweise kann ein Außendienstmitarbeiter damit
über das Internet durch einen mit HOBLink Secure gesicherten Kanal
seine E-Mails vom Mail-Server seiner Firma abrufen und senden.
Verschüsselt werden nicht die E-Mails selbst (wie z.B. bei PGP),
sondern alle ausgetauschten Daten.
HOBLink Secure zur Sicherung der Verbindung zwischen E-Mail-Client
und –Server
Im folgenden Installationsbeispiel wird davon ausgegangen, dass
sowohl der E-Mail-Client als auch die zugehörige Server-Software keine
SSL-Unterstützung bieten. Zur Einrichtung der Verschlüsselung führen
Sie folgende Schritte durch (weitere Informationen finden Sie im
Handbuch zu HOBLink Secure):
- Es wird davon ausgegangen, dass der E-Mail-Client auf einem
Notebook mit Windows-Betriebssystem installiert ist. Auf diesem PC
installieren Sie auch die "Dienstprogramme für Windows"
und konfigurieren den Proxy so, dass er auf den Ports horcht, auf
denen sonst der Mail-Server auf Verbindungen wartet. Den Mail-Client
konfigurieren Sie so, dass er als Server den Proxy unter "localhost"
(IP-Adresse 127.0.0.1) auf den üblichen Ports anspricht. Der Proxy
muss die Verbindungen an freie Ports des zweiten Proxy-Rechners
weiterleiten.
- Dieser zweite Proxy wird auf einem eigenständigen
Windows-Computer in der DMZ installiert. (Wir gehen dabei davon aus,
dass der Mail-Server auf einem Computer eingerichtet ist, auf dem
der Windows-Proxy nicht installiert werden kann oder soll.) Der
zweite Proxy wird nun so konfiguriert, dass er die vom ersten Proxy
weitergeleiteten Verbindungen aufgreift (d. h. er muss auf den
ensprechenden Ports horchen) und an den Server auf die üblichen
Ports weiterleitet. Ggf. muss das Regelwerk Ihrer Firewall
entsprechend angepasst werden.
- Wir empfehlen dringend an dieser Stelle bereits den
Verbindungsaufbau ohne SSL zu testen. Erfahrungsgemäß entstehen
hierbei leicht Fehler, die ansonsten für Probleme der
SSL-Verschlüsselung gehalten werden.
- Entsprechend der von Ihnen entwickelten Sicherheitsphilosophie
erzeugen sie sich mit dem Security-Manager geeignete Zertifikate und
Konfigurationsdateien. Zu dieser Aufgabe gibt das Handbuch zum
Security-Manager detaillierte Hilfestellung. Mit dem Test-Client und
Test-Server der "Dienstprogramme für Windows" prüfen
sie, dass die von Ihnen erzeugten Zertifikatdatenbanken und
Konfigurationsdateien den Aufbau einer mit SSL gesicherten
Verbindung ermöglichen.
- Als nächstes kopieren Sie die erzeugten Dateien in die
Verzeichnisse der beiden Proxies, d. h. in die Verzeichnisse
"\Programme\HOBLink\HLSecure\WinProxy\sslsettings". Dabei
müssen die Dateien "hclient.*" beim ersten Proxy, also
auf dem Notebook landen, während die Dateien "hserver.*"
zum zweiten Proxy gehören.
- Jetzt erst wird die SSL-Verschlüsselung bei beiden Proxies
aktiviert, und zwar auf dem Notebook wird sie als "outgoing"
eingestellt und auf dem zweiten Proxy als "incoming".
Höchstwahrscheinlich werden Sie auf dem Notebook zu einem Neustart
des Proxies aufgefordert, weil die Änderung von der Einstellung vom
Standardwert "incoming" auf "outgoing" dies
notwendig macht.
|